Für große Unternehmen ist die Ablehnung einer App durch Apple mehr als nur eine technische Unannehmlichkeit; Es handelt sich um ein PR-Problem (Public Relations), eine Verzögerung im Marketingplan und entgangene Einnahmen.
Der Apple App Store verfügt über die strengsten Richtlinien der Branche. Was auf Android (Google Play) verfügbar ist, ist auf iOS oft blockiert. Unternehmen, die es gewohnt sind, die Regeln zu diktieren, sind überrascht, wenn Apple „Nein“ sagt.
Hier sind die häufigsten Fehler, die Unternehmen machen und die zur Ablehnung im App Store führen.
Fehler 1: Die „Wrapped Site“ (Richtlinie 4.2)
Ihr Unternehmen verfügt bereits über eine tolle responsive Website. Jemand hat die Idee: „Lasst uns die Website in ein WebView einfügen und als App veröffentlichen!“.
- Das Urteil: Sofortige Ablehnung.
- Die Regel: „Ihre App muss Funktionen, Inhalte und Benutzeroberfläche enthalten, die sie über eine neu gepackte Website hinausheben.“
- Korrektur: Die App muss native Funktionen (Push, Kamera, Apple Pay, Biometrie) verwenden oder über eine Navigation verfügen, die wie eine App und nicht wie eine Website aussieht.
Fehler 2: Der Versuch, den 30-Prozent-Satz zu vermeiden (Richtlinie 3.1.1)
Ihr Unternehmen verkauft Kurse, E-Books oder digitale Abonnements. Sie setzen einen „Hier kaufen“-Button ein, der Sie zu Ihrer Website führt (wo Sie die Karte bearbeiten, ohne die 30 % von Apple zu zahlen).
- Das Urteil: Ablehnung. Und es besteht die Gefahr einer Kontosperre.
- Die Regel: Digitale Güter, die in der App konsumiert werden, MÜSSEN das In-App Purchase (IAP)-System von Apple nutzen.
- Korrektur: Implementieren Sie IAP oder machen Sie es wie Netflix/Spotify: Fügen Sie keine Kauflinks in die App ein. Nur Anmeldung zulassen (nur Leser).
Fehler 3: Anmeldung ohne Grund erforderlich (Richtlinie 5.1.1)
Der Benutzer lädt die App herunter und der erste Bildschirm lautet „Konto erstellen“. Er hat noch nichts gesehen.
- Das Urteil: Ablehnung (oder Forderung nach Änderung).
- Die Regel: Der Benutzer muss die App so weit wie möglich erkunden können, ohne sich anzumelden.
- Fix: „Gastmodus“ aktivieren. Lassen Sie ihn die Produkte sehen. Bitten Sie erst beim Kauf um eine Registrierung.
Fehler 4: Unvollständiger Inhalt oder „Lorem Ipsum“ (Richtlinie 2.1)
Die Frist war knapp und das Unternehmen schickte die App zur Genehmigung mit Testtexten („Lorem Ipsum“) oder Platzhalterbildern in der Überlegung „wir werden später über die API aktualisieren“.
- Das Urteil: Ablehnung.
- Die Regel: Die zur Überprüfung gesendete App muss für die endgültige Zielgruppe bereit sein.
- Fix: Reichen Sie niemals Betas oder Testversionen ein (TestFlight ist dafür gedacht, nicht der öffentliche Store).
Fehler 5: Erwähnung von „Android“ oder konkurrierenden Plattformen (Richtlinie 2.3.10)
Im Beschreibungstext oder in Screenshots erscheint ein Android-Handy oder der Hinweis „Auch bei Google Play verfügbar“.
- Das Urteil: Ablehnung. Apple ist eifersüchtig.
- Die Regel: Metadaten dürfen keine anderen mobilen Plattformen erwähnen.
- Korrektur: Überprüfen Sie alle Texte und Drucke. Verwenden Sie iPhone-Modelle.
Fazit
Um eine Unternehmens-App zu genehmigen, müssen Sie die „App Store Review Guidelines“ lesen. Unterschätzen Sie den Apple-Rezensenten nicht. Er ist ein Mensch, er wird Ihre App testen und herausfinden, ob Sie versuchen, gegen die Regeln zu verstoßen. Spielen Sie fair, bieten Sie echten Mehrwert und native Erfahrung, und die Genehmigung wird reibungslos verlaufen.
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